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Brot statt Böller

Veröffentlicht: Montag, 01. Januar 2018

Es gibt Traditionen, die sind so beständig wie die Tagesschau. Dazu gehört seit über zwei Jahrzehnten der Aufruf des Missionskreises Arzberg, am Jahresende an den fernen Nächsten zu denken. Ebenso traditionell ist die Kritik an den Missionskreis: Vermiest uns doch nicht unsere Silvesterfreude!“
„Wir Mitglieder im Sachausschuss Mission – Entwicklung – Frieden – Bewahrung der Schöpfung stehen mitten im Leben; und auch wir feiern gerne. Genauso wie unsere Partner im Süden. Wir wissen, dass jedes Volk lieb gewonnene Traditionen hat. Silvester, benannt nach dem am 31. Dezember 335 in Rom verstorbenen Papst Silvester, ist ein solcher Traditionstag, an dem es viele Rituale gibt, je nach Region verschieden. Allen voran das Zünden von Knallkörpern und Raketen. So manchem ist heute gar nicht mehr bewusst, dass dies auf die alte heidnische Tradition des Dämonenvertreibens und der Freudenfeuer zurückgeht. Die Feuerwerkskörper sind heute eher eine Begrüßungszeremonie. Ein lautstarkes Startsignal. Auf ein Neues und Gutes Jahr.“ erläuterte der Leiter des Sachausschusses, Gemeindereferent Ulrich Frey gegenüber unserer Zeitung.
Gerne feiern auch die Missionskreis-Mitarbeiter Silvester – sie sind jedoch fest überzeugt: nur wer Freude am Leben hat und dankbar ist für die Gaben, die er empfängt, der hat auf Dauer auch die Kraft, sich für andere einzusetzen. Wer glaube, die Aktion „Brot statt Böller ziele auf ein einen kompromisslosen Verzicht, der übersieht, dass die Solidarität und die Bereitschaft zum Teilen im Mittelpunkt steht. Ulrich Frey weiter: „Keiner von uns will jemand die Silvester-Freude nehmen oder „Wasser in den Sekt schütten“. Genießen sie den Abend und denken Sie an sich, Ihre Familie und Freunde. Ein ägyptisches Sprichwort sagt „Wer die Menschen liebt, hat eine große Familie“. In diesem Sinne möchten wir unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auffordern, den Blick zu weiten, Ihre Familie zu vergrößern. Das eine tun und das andere nicht lassen.“
In der Phase der Vorfreude, beim Einkauf, könne man Zeichen der Solidarität setzen, die sehr unterschiedlich sein können: ob man tatsächlich ein paar Böller weniger kauft oder die Festtafel bewusst mit „fair-gehandelten“ Produkten deckt oder den Silvester-Etat um den entsprechenden Betrag aufstockt oder bereit ist, einmal etwas ganz anders zu machen. Ein Gespräch im Kreis der Familie oder der feiernden Gruppe sorgt für Klarheit.
Die diesjährigen Spenden zugunsten der Aktion „Brot statt Böller“ leitet der Missionskreis weiter an das Ziegen- und Schulküchenprojekt in Solio. Vor Ort soll damit an der Schule in Furaha, die etwa 300 Kinder besuchen, ein festes Küchenhaus mit Energiesparöfen und einem Lagerraum für Lebensmittel gebaut werden.
Für Spenden (Vermerk Brot statt Böller) auf das Missionskreis-Konto bei der VR-Bank Fichtelgebirge, IBAN: DE02 7816 0069 0205 4221 24, BIC: GENODEF1MAK stellt das Katholische Pfarramt Arzberg auf Wunsch eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt aus.